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Stell Dir vor…

Stell Dir vor, Du stehst in einem sommergünen Laubwald, nicht weit einer Lichtung.

… Du stehst in einem sommergünen Laubwald, nicht weit einer Lichtung. Die warme Sonne scheint durch das grüne Blätterdach auf Deine Haut. Du hörst das Rauschen eines nahen Bachs, den leichten Wind in den Blättern und das Zwitschern der Vögel. 

Dieses Naturbild hat in Dir wahrscheinlich schon – wenn auch nur kurz – ein Gefühl von Ruhe und Entschleunigung hervorgerufen. Kein Wunder, denn Natur hat eine beruhigende und heilsame Wirkung auf den menschlichen Körper und die Seele. Wir alle kennen diese Wirkung, fühlen uns geerdet und entspannt, wenn wir im Wald spazieren gehen. Daher verwundert es nicht, dass die Forschung die umfassende gesundheitsfördernde Wirkung des Naturerlebens in vielen Studien gezeigt hat. 

So haben Forschende festgestellt, dass wir uns selbstbewusster und besser gelaunt fühlen, wenn wir uns draußen in der Natur aufhalten. Naturgeräusche wie Wasserrauschen, Vogelzwitschern oder das Brausen des Windes senken den Stresspegel und steigern die Konzentrationsfähigkeit. Der Körper nimmt den Temperaturunterschied zu drinnen wahr und passt sich an, wodurch unser Immunsystem angeregt wird. Und es reicht schon der Anblick von Natur aus, um den Herzschlag zu senken und Kopfschmerzen zu reduzieren. In Japan nutzt man diese heilsame Wirkung sogar schon medizinisch. Hier verschreiben Ärzt*innen ihren Patient*innen das sogenannte „Waldbaden“, also ausgedehnte Spaziergänge und körperliche Aktivität im Wald

Leider nimmt die Menge der Natur um uns herum immer stärker ab. Gerade in großen Städten wie Frankfurt fehlen Naturräume wie Wälder und Felder, und wir sind stattdessen umgeben von Beton, Autos, Flugzeugen, Abgasen und Lärm. Für mich, die ich in einem Vorort einer mittelgroßen Stadt aufgewachsen bin, war das anfangs eine riesige Umstellung. Vor meinem Fenster sind nur wenige Bäume, dafür viele parkende Autos. Man hört die Flugzeuge und den Verkehr, der von hier zur Autobahn geht. 

Aber auch in Frankfurt kann man Natur finden und erleben. In Niederrad gibt es den Stadtwald, das Licht- und Luftbad oder den Elli-Lucht-Park. Hier tanke ich meine tägliche Dosis an Natur. Auch in anderen Stadtteilen finden sich schöne Parks, wie den den Niddapark bei Ginnheim oder den Alte Flugplatz bei Bonames, wo ich früher gewohnt habe. Eine Übersicht gibt es hier (https://www.frankfurt-tourismus.de/Entdecken-und-Erleben/Sport-und-Freizeit/Gruenanlagen-in-Frankfurt). Diese Parks lassen sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen.

Mitten im zweiten Corona-Wellenbrecher, wo die Tage kurz sind, ist Zeit in der Natur, ist Waldbaden noch wichtiger. Spazieren gehen durch Wiesen, Wald, Park oder Feld tut Körper und Geist gut. Die Wintersonne genießen, das sorgt für gute Laune. Zum Glück werden die Tage nun endlich wieder länger. Selbst in der Dämmerung kann sich der Spaziergang noch lohnen: Dann kann man das Abendkonzert der Vögel genießen. Das findet trotz Corona-Beschränkungen jeden Abend statt, sogar gratis für uns alle. 

Also, worauf warten wir noch? Raus mit uns – und wenn es nur zum “Waldbaden light” für ein paar Minuten im kleinen Nachbarschaftspark um die Ecke ist.

Von Annika F.

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